25 Jahre Photoshop

Am 19.02.1990 erschien mit Photoshop S1.0 die erste Version des Bildbearbeitungsprogramms – auf Diskette wohlgemerkt 😉 – das die Welt verändern sollte. In den vergangenen 25 Jahren wurde Photoshop, ursprünglich als simple Software zur Anzeige von Graustufenbildern konzipiert, zum Synonym für Bildbearbeitung.

Am Anfang: Pixelschubserei mit ungeahntem Potential

Die Entwicklung von Photoshop begann 1987, erst durch Thomas Knoll und etwas später gemeinsam mit seinem Bruder John Knoll. Das entstehende Programm nannten sie Display. Die ersten 200 Kopien der Version 0.87 wurden ein Jahr später der Firma Barneyscan XP geliefert und zusammen mit deren Scannern unter dem Namen Image Pro vertrieben.

Jennifer in Paradise

Zwei Jahre später, im Februar 1990, wurde Photoshop S1.0 von Adobe exklusiv für den Apple Macintosh veröffentlicht. Von Beginn an war es für die Bearbeitung von Bildern vorgesehen, die von einem Scanner digitalisiert worden waren. Im Youtube Clip zeigt John Knoll wie er ein Bild seiner Frau Jennifer mit der ersten Version bearbeitet.

 

Hochkomplexe Bildbearbeitung als Wunderwaffe gegen Falten

Seither sind 14 Versionen erschienen. Mit Zwischenversionenund und Updates noch einige mehr. Zuerst gab es das Programm nur für den Mac, ab Version 2.5 dann auch für Windows. Innovationen wie die in Version 3.0 eingeführten Ebenen, die Nutzern komplexe Bildkompositionen erlauben, oder den mit Version 7.0 eingeführten Reparaturpinsel, mit dem sich Schönheitsfehler und Fältchen einfach wegretuschieren lassen, sind Werkzeuge, die aus keiner Grafikwerkstatt mehr wegzudenken sind.

Kunstvolles. Mögliches. Unmögliches.

Schon die Pioniere der Fotografie experimentierten mit verschiedenen Manipulationsmethoden, um mit ihren Bildern den gewünschten Effekt zu erreichen. Photoshop hat der künstlerischen Bild-Fantasie eine schier unendliche Welt eröffnet. Die Digitale Bildbearbeitung hat aber nicht nur den Fotografie-Alltag revolutioniert. Von der einfachen Beauty-Retusche bis zur politischen Manipulation, kleine Details oder ganze Bilder können absolut realistisch verändert werden. Vom Model auf dem Magazin-Cover bis zum Terrorakt reichen die Eingriffe, die oft auch bedenkliche Massen-Wirkung erzeugen. Lustig dagegen sind die vielen Patzer, die auch sogenannten Experten passieren.

25 Jahre Photoshop – Happy Birthday!

Mich begleitet Photoshop schon seit vielen Jahren. Manchmal so intensiv, dass ich die Realität im Layer-Style betrachte 😉 Trotzdem kenne und nutze ich nur einen Bruchteil der gesamten Möglichkeiten. Am Computer und in der Smartphone-App. Beruflich und sehr oft auch nur zum Spass.

Danke für ein tolles Tool an die Photoshop-Pioniere und ganz besonders Sabine Messner, die mich in die digitale Bilder-Welt ver- & eingeführt hat!